de
en
Blog // You can find the English text at the end of the entry!


12.10.2011


Comments

Wrong Date on CellPhone #iran

Mein Handy zeigte mir, seit ich im Iran bin, das Datum von Morgen an. Das viel mir aber erst nach folgender Geschichte auf.

 

Auf unserem Weg Richtung Tehran entschlossen Hide, der japanische Biker, und ich einen Abstecher ans Kaspische Meer machen zu wollen. Muss man mal gesehen haben. Am Vortag schaute ich nach dem Wetter, da das Wetter am Kaspischen Meer sich oft deutlich unterscheidet von Wetter weiter im Inland. Einige Bergketten zwischen Hier und Dort führen oft zu extremen Wetterunterschieden. Doch der Wetterbericht ließ Gutes vermuten. Heute Sturm und Regen und ab Morgen dann nur noch bewölkt und besser werdend. "Ahnt ihr schon was?"

 

Also schwingen wir uns am Morgen auf die Bikes und nehmen eine kleine Straße, die die erste Bergkette hinaufführt. Eine wunderschöne Motorradstrecke und das Wetter ist Prima. Am Gipfel angekommen ging es auf der anderen Seite runter in ein Tal mit nem See. Zu sehen war auch schon die zweite Bergkette, die wir überqueren müssen, um ins Kaspische Meer Plato zu gelangen. Einige Wolken konnte man an den Bergrändern sehen und ließen uns erahnen, dass es auf der anderen Seite bewölkt sein muss. Wir düsen also bergab ins Tal, entlang kleiner Dörfer und vieler erstaunter Gesichter.

 

Der Weg führt uns am See entlang. Ein Windchen zieht auf. Er drückt uns ganzschön zur Seite. Wir müssen uns oft gut am Bike festhalten und auch uns gegen den Wind legen. Er wird irgendwie auch immer heftiger, dieser Wind. Er rüttelt und schüttelt uns, sodass wir vorsichtig und langsam fahren, um jede Windböe ausgleichen zu können.Nach einigen weiteren Kurven gelangen wir ans Ende des Stausees und zu einem Punkt, wo die Bergkette einen Durchgang für den Highway lässt. An dieser Stelle spielte der Wind mit uns wie mit Blättern, die vom Baum fallen. Ich fuhr gerade um die Kurve (links der Berg und rechts der See) als mich der Wind einfach an die rechte Straßenseite zwingt und mich mit dem Bike, wie ein Dominostein umfallen lässt. Hide erzählte mir es sah aus wie in Zeitlupe. An dieser Stelle (Kurvenspitze) war der Wind so stark das wir vier Leute brauchten, um mein Bike wieder aufzurichten. Mit Hilfe einen Truckfahrers, der sich mit seinem Gefährt vor mein Bike postierte um den Wind etwas abzuhalten schafften wir es gemeinsam das Bike auf die andere Straßenseite (an den Berg) zu schieben.

 

Als wir das dann irgendwie geschafft haben, ging es also weiter Richtung Meer. Wir nahmen den Highway und fuhren zwischen der letzten Bergkette hindurch. Auf der anderen Seite erwarteten uns tief dunkle Gewitter und Regenwolken. Wir stoppten. Es dauerte nicht lange und wir änderten unseren Plan und man sah uns auf der anderen Seite zurück gen Sonne fahren.

 

Kein kaspisches Meer. Aber dafür trocken und Sonne

 

Am Abend scheckte ich dann erst das mein Handy ein Tag vorging. Die Sturm und Gewitter vorhersage war also nicht von gestern, sondern für heute. Hmm gut. Seitdem habe ich das richtige Datum auf dem Handy.

 

UPDATE: Später in Esfahan verlor ich das Handy im Taxi.

 

 

 

***ENGLISH***

My cell phone showed me, since I'm in Iran, the date of the morning. That i realized after the following story.

 

On our way to Tehran Hide, the Japanese bike, and I decided to make a trip to the Caspian Sea. The day before I looked at the weather, because the weather in the Caspian Sea are often significantly different from weather farther inland. Some mountain ranges between here and there often lead to extreme weather variations. But the report suggested good. Today, storm and rain and tomorrow just cloudy and becoming better. "Do you realize something?"

 

We took a small road that leads up the first mountain ranges. A beautiful bike route and the weather is Great. Arriving at the top, a nice road went down to a lake. You could see already the second range, we have to cross to get into the Caspian Sea Plato. A few clouds could be seen along the mountain sides and let us imagine that it must be clowdy on the other side. So we rode down into the valley, alongside small villages and many surprised faces.

 

The trail leads along the lake. A breath of wind is coming. He pushes us very nicely to the side. We often have good hold on the bike and put us against the wind. It is somehow more violent, this wind. He shakes and shakes us, so we drive carefully and slowly in order to compensate for any wind. After a few more curves, we get to the end of the reservoir and to the point where the mountain range of a passage allows for the highway. At this point the wind was playing us like leaves falling from the tree. I just drove around the curve (left mountain and right the lake) when the wind push me to the right side of the road and drop me like a dominostone. Hide told me it looked like slow motion. At this point (top curve) the wind was so strong that it took four people to get my bike up again. With the help of a truck driver, who stationed himself with his vehicle in front of my bike by the wind, something we managed to hold together the bike on the street.

 

As we have that managed somehow, we went further towards the sea. We took the highway and drove between the mountains last round. On the other site deep dark storm clouds and rain. We stopped. It was not long we changed our plans and we are looking back on the other side go into the sun.

 

No Caspian Sea. But therefor dry and sun

 

In the evening I realized then that my phone was going one day wrong. The inclement weather forecast was not yesterday, but for today. Hmm well. Since then I have the correct date on the phone.

 

UPDATE: Later in Esfahan, I lost the phone in the taxi.