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19.11.2011


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Himalaya – The Karakorum Highway #pakistan

Ja - ich habe schon eine Weile nicht mehr von mir hören lassen. Wie ich angekündigt hatte, war ich für einige Tage im Himalaja von Pakistan verschwunden. Nach 12 Tagen Karakorum Highway war ich zurück und wieder mit der digitalen Welt verbunden. Wobei es da oben teilweise auch Internet gab, dafür aber keine Heizungen. Dazu aber später mehr.

 

Gar nicht so einfach nach so vielen Tagen die Eindrücke zu sortieren und niederzuschreiben. Vorallem kommen ja täglich neue Eindrücke dazu die es auch zu verarbeiten gibt. So viele Einzelmomente die zusammen eine wirre Ansammlung von Kurzstories ergäbe. Wo fange ich an? Egal einfach mal drauf los.

 

Nachdem uns die Polizeieskorte bis nach Lahore begleitete, war es sehr angenehme von hier aus, ohne weiterreisen zu können. Mit vielen Tipps und Hinweisen der lokalen Biker aus Lahore starten wir Richtung Karakorum Highway (KKH). Wir wissen nicht, wie weit wir überhaupt kommen werden. Wo würde uns der Schnee aufhalten oder wo die Polizei. Ein holländisches Pärchen, auf dem Motorrad, hatte zwei Wochen zuvor die Idee den KKH zu befahren aufgegeben nachdem die Polizei Sie nicht durchließ und unmögliche Permission forderte.

Vorbereitet nehmen wir daher die Route durch das Kaghan-Valley hinauf zum Babusar-Top und dann runter nach Chilas am KKH (wir überbrücken also erst mal ein Stück KKH). Am zweiten Tag unserer KKH Reise erfuhren wir auch gleich mal, wie kalt es werden kann. In Naran, was auf 2100m Höhe liegt, friert es nachts. Ohne Heizung im Zimmer wird es auch innen verdammt kalt. Wir schlafen mit Strickmütze. Verständlicherweise fällt es uns am nächsten Morgen nicht leicht aufzustehen. Doch das Babusar-Top, ein Pass auf 4100m Höhe, lag vor uns und wir wissen es wird ein langer Tagesritt werden. Die Wolken hängen tief über uns. Wir arbeiten uns den Berg hinauf. Aus Teerstraße wird eine Schlaglochstraße aus der Schlaglochstraße wird eine Offroadpiste mit Wasser, Schlamm und Sand. Irgendwann fängt es auch an zu schneien. Es geht weiter und weiter. Die Griffheizung auf volle Leistung, brennt mir fast die Handschuhe durch aber ich spüre sie sonst nicht. Ungefähr 200 Höhenmeter vor dem Ziel, beginnt der Schnee die Straße zu überdecken. Ich, der als Letzter fährt, sehe aus der Ferne, wie die Kollegen Ihre Bikes waagerecht ablegen. Unfreiwillig. Das Hinterrad dreht auf dem Eis- und Schneeuntergrund einfach durch und das Bike rutscht hinten weg. Im Team arbeiten wir uns nun Meter für Meter voran. Einer sitzt auf dem Bike und versucht vorsichtig vorwärtszukommen. Ein andere versucht das Heck des Bikes zu stabilisieren. So geht es im Schritttempo den Berg hinauf. Nach einer Stunde erreichten wir den Gipfel. Ein eisiger Wind weht und wir suchen Unterschlupf in einer der verlassenen Steinbauten, die hier rumstehen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ob vor oder zurück macht jetzt keinen Unterscheid. Wir waren vom Schnee umgeben. Der Weg runter ist noch ein zacken schärfer. Spurrillen und vereist. Ich rutsche mein Bike den Berg hinab. Gang raus, Vorderrad bremse leicht am Anzug, kurz bevor es blockieren würde, die Beine links und rechts am Boden und so rutsche ich hinab. Teilweise gibt es kein Halt. Meine Füße rutschen über das Eis und bremsen ging auch nicht. Das Bike rutscht schneller und schneller, bis es im tieferen Schnee abbremst. Für die 200Meter bergab brauchen wir ebenfalls eine ganze Stunde. Oftmals müssen wir uns gegenseitig Helfen. Festgefahrene Bikes anschieben oder umgefallene zu zweit aufheben, da uns die Kraft langsam ausging.

 

Alle waren wir froh, diese Etappe nicht alleine meistern zu müssen. Alleine wäre man hier oben völlig verloren. Auf dem ganzen Weg begegneten wir niemanden. Es war schon einige Tage her, als das letzte Auto den Pass passierte. So guckte uns der Polizist, der über den Verkehr am Babusar-Top wacht, auch mit großen Augen an, als wir den Berg hinab kamen.

 

Unterhalb der Schneegrenze ging es dann wieder zugiger weiter. Die Holperpiste brachte uns am Abend nach Chilas wo wir schnell ins Hotel, ohne Heizung) eincheckten. Heizungen werden hier generell erst ab Mitte November oder später angeschaltet.

 

Von Chilas geht es nach Gilgit. Jetzt auf dem KKH. Die Straße ist mehr schlecht als recht. Wir fahren gen Norden. Das eigentliche Ziel soll der Khunjerab-Pass mit 4700meter Höhe sein, welcher die Grenze zu China bildet. Jedoch ist es nicht mehr ganz so leicht dahin zu kommen. Ende 2009 gab es ca 170km vor dem Pass einen Erdrutsch, der einen natürlichen Staudamm bildete. Seit dem steigt der Wasserpegel auf der einen Seite und ein neue See entstand. Dieser ist mittlerweile so groß, dass der KKH unterhalb der Wasseroberfläche ist. Hilfsbedürftig wurden Holzboote hierher gebracht und übernehmen den Lastenverkehr über den See. Alles, was von China nach Pakistan oder umgedreht gebracht werden muss, wird hier auf die Boote umgepackt und über den See befördert. Auf der anderen Seite dann wieder alles auf Trucks und weiter geht's. Der Weg zum See ist auch abenteuerlich. Vom KKH müssen wir uns die letzten Meter den Erdrutsch hochschlängeln um den See zu erreichen. Relativ provisorisch schlängelt sich der Weg das Gestein hoch. Der Untergrund macht uns nicht gerade Freude. Über dem holprigen Gesteinsbogen liegt eine ca. 20-30cm dicke Sand-Staubschicht. Es ist kein richtiger Sand es ist der Staub zerbröselter Steinbrocken. Es fährt sich jedenfalls wie im Tiefsand oder Schnee. Alles rutscht. Der Staub geht durch alle Ritzen, Löcher und Spalten. kleidung Bike und einfach alles ist zugestaubt. Es braucht eine Weile, bis wir uns auf die andere Seite gearbeitet haben. Oft müssen wir am Berghang halten und Traktoren, die die Waren vom See zu den Trucks bringen, vorbeilassen, da sie uns sonst über den Haufen fahren würden. Angekommen die nächste Überraschung. Nette Holzboote, die unsere Bikes aufnehmen sollen. Nichts ist befestigt, der Berg geht in den See hinein und von dem Weg, welcher sich ca eineinhalb Meter über dem Wasserspiegel entlanggeht, führen Holzbalken zu den Booten. Wir fangen an zu zweifeln. Mehrere Gründe lassen uns nachdenken. Erstens das Wetter. Es ist stark bewölkt. Keiner weiß, ob es die nächsten Tage regnen wird. Die Vorstellung, dass der Regen den Staub-Sand in Matsch verwandelt würde, und somit das Befahren mit dem Bike unmöglich machen würde, ist nicht erfreulich. Die Nachricht, dass die Bikes nicht auf das erste Boot, sondern über drei Boote hinweg in das vierte Boot in der Reihe gebracht werden sollen, setzt noch eins drauf. Unschlüssig und nicht vollends überzeugt geben wir den Gedanken auf den Khunjerab Pass zu befahren. Wir sind dann doch keine zu großen Abenteurer. Die Gedanken an Thailand lassen uns kein zu hohes Risiko, unsere Bikes im See zu versenken, eingehen.

 

Wir entscheiden zurück zu fahren und stattdessen einen Blick in das Skardu-Valley, ein Seitental am KKH, zu werfen. Dieser Part der Reise ist auch der schönste. Die Landschaft ist prächtig und das Wetter hier wird besser. Kalt ist es dennoch und Heizungen werden hier auch erst Mitte Dezember angemacht.

 

Wir spielen mit einem neuen Gedanken. Wir wollen den K2 sehen, den zweithöchsten Berg der Erde. Auf der Karte nicht weit vom Skardu-Valley entfernt. Wir fragen uns durch, wie wir dort hinkommen können. Aber auch diese Mission scheitert. Um den K2 zu sehen können wir verschiedenen Wege fahren aber jedes Mal müssen wir irgendwo unsere Bikes abstellen und einen mehrtägigen Treck auf uns nehmen. Fünf bis acht Tage. Das ist für uns untrainierten und unvorbereiteten Trecker zu viel. Wir geben uns also damit zu frieden den Nanga Parbat (8125m) und den Masherbrum mit 7821m gesehen zu haben.

 

Insgesamt waren wir vielleicht einen Monat zu spät unterwegs. Es gibt einige Plätze, an denen ich gern verweilen würde, aber dafür war es dann doch oft zu kalt um ein behagliches Gefühl zu bekommen.

 

Fazit:

Der Norden Pakistan bildet dessen touristisches Herz. Vor 20 Jahren war hier eine Menge los. Dann nahm der Tourismus ab. Und nach 9/11 brach er erst recht ein. Die Landschaft ist schön. Die Mischung aus den Kulturen Tibets, Chinas und Indiens, Pakistans macht es sehr interessant. Für mich war es ein Highlight, weil ich zweimal über 4000m war. Das erste Mal in meinem Leben. Auch hat dieser Teil der Pakistanreise das Land viel spannenden und interessanter gemacht als der erste Teil durch Wüste, Hitze und mit Eskorten.

 

Bestimmt habe ich vieles vergessen zu berichten und vielleicht wurden auch Fragen aufgeworfen. Wer mehr wissen möchte oder irgendwelche Details, der soll mir gern eine Mail schreiben. Ich werde sie beantworten.

 

 

***ENGLISH***

Yes - It has been a while without hearing from me. As I announced, I spent some days in the Himalayas of Pakistan. After 12 days of the Karakoram Highway, I was back again and connected with the digital world. Up there were also some internet, but no heating. Later more.

 

Not so easy to sort after so many days and write down the impressions. Especially more impressions come daily to process it. So many individual moments together would be a jumbled collection of short stories. Where do I start? It does not matter just go on it once.

 

After the police escort us up to Lahore accompanied it was very pleasant to travel further from here without one. With lots of tips and advice from the local bikers from Lahore we start towards the Karakoram Highway (KKH). We do not know how far we will ever come. Where would us stop the snow, or where the police. A Dutch couple on a motorcycle, had two weeks earlier abandoned the idea of the KKH after the police would not let them through and asked permission impossible.

 

Therefore we prepared to take the route through the Kaghan Valley up to the Babusar-top and then down to Chilas on KKH. On the second day of our trip we also learned how cold it can be. In Naran, which lies at 2100m altitude, it freezes at night. Without heating in the room inside it is damn cold. Understandably, we find it not easy to get up the next morning. But the Babusar top, a pass at 4100m altitude, lay before us and we know it will be a long day's ride. The clouds hang low over us. We work our way up the mountain. From paved road to a pothole in the street pothole street to offroad with water, mud and sand. At some point it starts to snow also. It goes on and on. The grip heater on full power, almost burns me through the gloves but I do not feel otherwise. About 200 meters before the finish begins to cover up the snow into the street. I, who runs the last to see from a distance, like his colleagues put your bike horizontally. Involuntarily. The rear wheel spins on the ice and snow surface by simply slipping away and the bike back. As a team we work our way forward now meter by meter. One sits on the bike and tried gently to drive. Another attempt to stabilize the rear of the bike. So it goes up the hill at walking pace. After an hour we reached the summit. An icy wind blows and we seek refuge in the abandoned stone buildings stand around here. Now there's no turning back. Whether in front or back makes no difference now. We were surrounded by snow. The way down is still a tad sharper. Icy and rutted. I slide my bike down the mountain. Passage out, front brake light on the suit, shortly before it would block the left and right legs on the ground and I slide down. For the 200meter downhill we also need an entire hour. Often we must help each other. Deadlocked push bikes or pick up fallen by two, because our strength was running out.

 

We were all glad to not have to master this stage alone. Alone one would be completely lost up here. All the way we met no one. It was a few days ago when the last car passed the top. So the policeman who guards the traffic Babusar on top, looks also with large eyes, as we came down the mountain.

 

Below the snow line, we went back further draughty. The bumpy evening brought us to where we Chilas quickly to the hotel, checked in (without heating). Heaters are generally turned on until mid-November or later.

 

It comes from Chilas to Gilgit. Now on the KKH. The road is more bad than good. We drive to the north. The real goal should be the Khunjerab pass with 4700meter height, which forms the border with China. However, it is not so easy then to come. At the end of 2009, about 170 km before the pass was a landslide, which formed a natural dam. Since the water level rises on one side and a new lake was created. This has become so large that the KKH is below the water surface. In need of auxiliary wooden boats were brought here and take over the traffic load across the lake. Everything that can be brought from China to Pakistan, or flipped, here is repackaged and transported to the boats on the lake. On the other hand, then everything on trucks and on it goes. The path to the lake is also adventurous. From the KKH, we must weave our way up the last few meters of the landslide at the lake to reach. It is a relatively temporary road the way up. The surface does not make us having fun. About the bumpy rock arch is an approximately 20-30cm thick layer of sand-dust. It's not really sand it is the dust crumbled rocks. It runs in any case, as in deep sand or snow. Everything slips. It takes a while before we worked on the other side. Often we have to keep on the mountainside and past have tractors that bring the goods from the lake to the trucks, because otherwise they would crash us. Arrived the next surprise. Nice wooden boats in which to hold our bikes. Nothing is fixed, the mountain goes into the lake and by the way, which is located along approximately five feet above the water table, wooden beams lead to the boats. We begin to doubt. Several reasons make us think. First, the weather. It is very cloudy. No one knows whether it will rain the next day. Make the idea that the rain would turn to dust and sand to mud, and thus the driving would be impossible with the bike is not pretty. The news that the bikes should not be on the first boat, but three boats put away in the fourth boat in the series sets, one more thing. Undecided and not completely convinced we give up the idea to sail the Khunjerab Pass. But then we are not too big adventurer. The thoughts of Thailand let us not be too high risk to sink our bikes go in the lake.

 

We decide to drive back and instead take a look at the Skardu Valley, a tributary on the KKH. This part of the trip is also the nicest. The scenery is magnificent and the weather here is better. It is still cold and heaters are also turned on until mid-December.

 

We play with a new idea. We want to see the K2, the second highest mountain in the world. On the map, not far from Skardu Valley. We ask ourselves by how we can get there. But also fails the mission. To see the K2 we can take different paths, but each time we need somewhere off our bikes and take a multi-day trek for us. Five to eight days. For us this is untrained and unprepared executor too much. So we give it to have seen the peace Nanga Parbat (8125m) and the 7821m with Masherbrum.

 

Overall, we were maybe a month late on the road. There are some places where I would like to linger, but it was then but often get too cold to a cozy feeling.

 

Conclusion:

The north of Pakistan is the tourist heart. 20 years ago there was a lot going on. Then decreased tourism. And after 9 / 11, he broke a fortiori. The scenery is beautiful. The blend of the cultures of Tibet, China and India, Pakistan makes it very interesting. For me it was a highlight because I was twice over 4000m. The first time in my life. Nor has this part of the Pakistan tour the country much more exciting and interesting than the first part made by desert heat and with escorts.

 

Certainly I've forgotten to tell much, and perhaps were also questions raised. Who wants to know more or have any details, I should like to write an email. I will answer it.

 

(translated wirth google-translate)